Der letzte Akt im Großen Vaterländischen Krieg – der Endsieg

Den Endsieg. War es doch nicht das was die deutschen Nazis immer wollten? Am 9. Mai 1945, 0.43 Uhr hatten sie ihn. Allerdings etwas anders als sie sich ihn vorstellten.
 
Punkt 1 der Kapitulationsurkunde lautet:
„Wir, die hier Unterzeichneten, die wir im Auftrage des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht handeln, übergeben hiermit bedingungslos dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditionsstreitkräfte und gleichzeitig dem Oberkommando der Roten Armee alle gegenwärtig unter deutschem Befehl stehenden Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft“
 
Dem vorausgegangen, als letzter Akt so zusagen, war die „Operation zur Zerschlagung der Berliner Gruppierung“ oder einfacher gesagt, die Schlacht zur Einnahme Berlins. Es galt den Faschismus endgültig auszumerzen.
 
Unter den wuchtigen Schlägen der Roten Armee schrumpfte das „Großdeutsche Reich“ territorial immer weiter zusammen. Anfang April waren die Vorbereitungen zur Berliner Offensive im vollen Gang. Die Planungen waren weitestgehend abgeschlossen. Hiernach war vorgesehen, die Erste Ukrainische Front unter dem Kommando von Marschall Konew stößt vom Süden her vor, die Erste Belarussische Front unter dem Kommando von Marschall Shukow, von Küstrin über die Seelower Höhen und die Zweite belarussische Front sollte die Flanke Shukows decken. Diese wurde aber aufgehalten und konnte erst 4 Tage später in die Kampfhandlungen eingreifen. Es waren große Menge an Kampfmitteln heranzuschaffen und dies möglichst unerkannt. Pioniereinheiten stellten die Eisenbahngleise bis an die Oder auf sowjetische Spurweite um. Allein die Gesamtlänge aller Güterzüge betrug 1 200 km. Die rückwärtigen Diensten leisteten Großartiges. Unter anderem wurden 7 147 000 Artilleriegeschosse transportiert. Um den Überraschungsmoment nicht zu gefährden war dies Alles nur in den Nachtstunden zu machen. Die Straßen füllten sich mit Panzerkolonnen, Geschützen, Munitions- und Nahrungsmitteltransporten. Allein für das Schanzen waren 1 800 000 Kubikmeter Erde zu bewegen. Tagsüber lag die Landschaft ostseitig der Oder in Berliner Richtung friedlich da und glich einer Öde.
 
Auf der anderen Seite bereiteten sich die Faschisten ebenso auf die zu erwartende Offensive vor. Die 9. Armee sollte die Stadt decken. Von der Oder bis Berlin haben sie ein durchgehendes Verteidigungssystem, das sich für rund- um Verteidigung eignete, installiert. Die Stadt selber mit ihren rund 900 Quadratkilometer Fläche war in 8 Verteidigungszonen plus einer 9. speziellen für das Regierungsviertel, Gestapo und Reichstag, aufgeteilt. Zum Einsatz kamen, SS, Hitlerjugend, Volkssturm, also eigentlich alles was schon, oder noch, laufen konnte. Ganze Wohnviertel und Wohnhäuser wurden zu Festungen, die Bevölkerung vertrieben und die Wohnungen zu Feuerstellungen ausgebaut. Wer nicht mitmachte wurde erschossen und alle Anderen waren den Nazis relativ egal. Insgesamt boten die Faschisten noch einmal 1,4 Millionen Mann auf.
Weil die „Westalliierten“ ernsthafte Ambitionen hegten Berlin allein einzunehmen duldete die Befreiung Berlins durch die Rote Armee keinen Aufschub. Das waren die ersten ernsthaften politischen Differenzen. Auf der Jaltaer Konferenz waren eindeutige Festlegungen getroffen zumal zu diesem Zeitpunkt die sowjetischen Truppen bereits 60 bis 100 km vor Berlin standen.
 
In jenen Tagen wurde der 75. Geburtstag Lenis vorbereitet und es kam zu zahlreichen spontanen Anträgen von Soldaten aller Waffengattungen zur Aufnahme in die Reihen der KPdSU. Darüber hinaus leisteten die Politorgane der roten Armee hervorragende Arbeit vor allem im Hinblick auf den Umgang mit der deutschen Zivilbevölkerung. Daher auch solche Losungen „Die Hitlers kommen und gehen, das deutsche Volk bleibt“
Am 14. Und 15. April wurde das Feuersystem des Gegners gewaltsam aufgeklärt. Am 16. April, in den Morgenstunden, um 5.00 Uhr begann die Operation zur Einnahme Berlins. Entlang der gesamten Frontlinie stiegen Tausende Leuchtkugeln auf, 140 Scheinwerfer in je 200 Meter Abstand erhellten das gesamte Gebiet und überraschten und blendeten den Gegner.
 
Am 1. Mai war Berlin weitestgehend eingenommen und am 2. Mai ergaben sich die Reste der 70 000 Mann starken „Berliner Garnison“. Das Sowjetvolk hatte einen großartigen Sieg errungen. Berlin als das Zentrum des deutschen Imperialismus war gefallen. Die Schlacht dauert 16 Tage und allein bei den Seelower Höhen verloren an die 300 000 Rotarmisten ihr Leben oder wurden verwundet.
 
Am 7. Mai hatte das deutsche OKW in Reims gegenüber dem Oberkommando der Westalliierten die bedingungslose Kapitulation erklärt. Das war der zweite Wortbruch des Westens. Ausgemacht war, dass Deutschland gegenüber dem Oberkommando aller Länder der Antihitlerkoalition bedingungslos zu kapitulieren habe. Es waren die Völker der Sowjetunion die die Hauptlast an der Zerschlagung des deutschen Faschismus trugen. Und so wurde der Akt der bedingungslosen Kapitulation vor dem Oberkommando aller Länder der Koalition in Berlin Karlshorst am 8. Mai nachgeholt. Am selben Tage trafen auf dem Tempelhofer Flugplatz, von britischen Offizieren bewacht, Keitel, von Friedeburg, Stumpff und Dönitz mit ihren Begleitungen ein. Man brachte sie nach Karlshorst. Dort waren die Offiziere der Oberkommandos aller Teilnehmerstaaten der Antihitlerkoalition vor den Staatsflaggen der Sowjetunion, der USA, Großbritanniens und Frankreichs an einer langen, mit grünem Tuch bedeckten Tafel, versammelt. Die deutsche Delegation wurde in den Raum geführt und am 9. Mai um 0.43 Uhr waren alle 5 Exemplare der Kapitulationsurkunde von den letzten Befehlshabern der Wehrmacht unterzeichnet. Das „Großdeutsche Reich“ war Geschichte. Der Größenwahn des deutschen Imperialismus fand ein Ende.
 
Von dem einst arroganten und überheblichen Auftretens dieser Herren, die einmal erklärten England und Frankreich in wenigen Tagen durch einen Blitzkrieg niederzuringen und die Sowjetunion binnen 2 Monate zu besiegen, war da nicht mehr viel übrig.
Sofort nach der Einnahme Berlins begann die Rote Armee mit der Wiederherstellung der kommunalen Infrastruktur. Das betraf Wasser-, Elektrizität,- und Gaswerke. Die Westalliierten übernehmen ihre Sektoren mit einer intakten kommunalen Infrastruktur.
 
Eine Begebenheit soll noch Erwähnung finden. Als Keitel vom Flughafen nach Karlshorst gebracht wurde schaute er aus dem Fenster des Pkw und beklagte die Zerstörungen Berlins mit der Frage, sinngemäß ob denn dies alles nötig gewesen sei. Worauf ihm der begleitende sowjetische Offizier antwortete; ob er denn darüber erschüttert war als auf seinen Befehl hin tausende sowjetische Städte und Dörfer dem Erdboden gleich gemacht wurden und unter deren Ruinen Millionen unserer Landsleute und Zehntausende Kinder begraben wurden.
 
Infolge der Kämpfe in Berlin waren von 250 000 Gebäuden 220 000 völlig, zur Hälfte oder teilweise zerstört. Mehr als ein Drittel der U-Bahnstationen stand unter Wasser und 225 Brücken sprengten die Nazis in die Luft. Die vorderdringlichsten Aufgaben der Roten Armee bestand zunächst erstmal darin, Brände zu löschen sowie der Leichenbergung und deren Bestattung. Die Stadt war zu entminen. Die Bevölkerung war vor dem Hungertod zu bewahren. Ganze Bevölkerungsgruppen hatten wochenlang überhaupt keine Nahrungsmittel mehr bekommen. Der Kriegsrat der Front der Roten Armee fasste zahlreiche Beschlüsse, unter anderem die Verordnung Nr. 080 vom 31 Mai 1945 über die Versorgung der deutschen Kinder mit Milch. Als erste Hilfe der Sowjetregierung wurden 96 000 Tonnen Getreide, 60 000 Tonnen Kartoffeln, etwa 50 000 Stück Schlachtvieh, Zucker, Fett und andere Nahrungsmittel geliefert und das, obwohl die Sowjetunion selber unter den erheblichen Zerstörungen ihres eigenen Territoriums litt und im Grunde selber Schwierigkeiten hatte ihre eigene Bevölkerung zu ernähren.
 
G.K. Schukow spricht in seinem Buch von über 20 Millionen gestorbenen Sowjetbürgern. Waldimir Putin sprach im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag von 22 Millionen und in anderen Publikationen wird sogar noch eine höhere Zahl angegeben. Aber es handelt sich nur um die gestorbenen Menschen. Wir müssen auch von den Verwundeten, den Traumatisierten und durch Kriegseinwirkung behinderter Menschen, Verschleppten oder Gefolterten sprechen. Also ist es in der Tat so, dass es heute in ganz Russland kaum eine Familie gibt die nicht irgendwie von den Auswirkungen dieses großen Vaterländischen Krieges betroffen ist. Darum verstehe ich sehr wohl die russische Mentalität und deren Wachsamkeit gegenüber Allem was sich derzeit wieder aus den dunklen Löchern wagt, die Überlegenheit der eigenen Rasse, Herrenmenschentum und Hass gegenüber allem Andern predigt.
 
Und, das haben wir derzeit leider wieder. Zur Vernunft mahnende Persönlichkeiten werden medial hingerichtet, Andersdenkende sowieso, an das Goebbels Propagandaministerium anknüpfend lesen wir heute in den Gazetten wieder solche Überschriften wie „Die kalten Augen der Rotarmisten“. Derzeit reduziert man uns die Zufuhr mit Lebensmittel und ist gerade dabei der Bevölkerung die Energieversorgung zu kappen. Schaden vom Volke abzuwenden (Amtseid) sieht anders aus. Die Siegesfahne der Sowjetunion ist in einigen Bundesländern verboten, ihr zeigen stellt eine Straftat dar. Nun ja, man kann die großen Heldentaten des sowjetischen Volkes damals, die Befreiung von der faschistischen Barbarei, auch so sehen. Dem wäre nichts hinzuzufügen.
Darum, nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus und darum dürfen bürgerliche Demokratien faschistische Regime nie wieder fördern. Nie wieder!
 
Rainer Hesse
 
 
„Marschall der Sowjetunion G.K. Shukow – Erinnerungen und Gedanken“ Band II, DMV – Deutscher Militärverlag und APN-Verlag Moskau 1969
 
Titel der Originalausgabe:
Маршал Советского Союза Г.К. Жуков Воспоминания и мысли Москва 1969

Der 1. Mai in Sachsen!

In verschiedenen Städten Sachsens haben sich die Genossinnen und Genossen an Demonstrationen und Kundgebungen beteiligt.

Die landesweiten Aktionen zum 1. Mai haben gezeigt, dass die Kämpfe um Frieden, um höhere Löhne, gegen Preissteigerungen und Sozialabbau müssen zusammengeführt werden.

Oder was erwarten wir von einer rot-grün-gelben Bundesregierung, die unter dem Stichwort „Zeitenwende“ im Schnellverfahren Milliarden für die Rüstung ausgeben will und gleichzeitig verkündet, an der Schuldenbremse festhalten zu wollen?

8. Mai – Tag der Befreiung

Dresden:  Kundgebung des Kommunistischen Aktionsbündnis Dresden am 8. Mai um 10.00 Uhr am sowjetischen Ehrenmal auf dem Olbrichtplatz

Torgau: Sonntag, dem 8. Mai 2022, um 10:00 Uhr
Ort: Sowjetischer Ehrenfriedhof in Elsterwerda
(Bergfriedhof gegenüber Elster-Center)

 

Feier mit uns den Tag der Befreiung! Nie wieder Faschismus!

1.Mai – Tag der Arbeiterklasse

Stoppt die Aufrüstung! Geld für Bildung statt für Bomben!

Statt bezahlbarem Wohnraum und kostenlosem ÖPNV, soll lieber Geld für weitere Aufrüstung ausgegeben werden.
100 Milliarden für die Bundeswehr, also für mehr Waffen, Militarisierung und in der Folge auch mehr Umweltzerstörung?
Während das in niemandes Interesse ist, außer dem der Rüstungsaktionäre, werden es nicht Scholz und Lindner sein, die dafür zahlen.

Heraus zum 1. Mai! Wir müssen gema1nsam für unsere Interessen aktiv werden.:
Der Kapitalismus unserer Zeit, verstärkt durch Inflation, Aufrüstung und Militarisierung, zeigt wie wichtig es ist, sich zusammen zu organisieren, im Betrieb, im Viertel, in der Uni und für unsere sozialen Rechte zu kämpfen.

Die DKP Sachsen beteiligt sich an drei verschiedenen Kundgebungen bzw. Demonstrationen in Sachsen:

DRESDEN: Ab 11 Uhr auf dem Alaunplatz mit der Partei DIE LINKE. Dresden

CHEMNITZ: Ab 10 Uhr am Karl-Marx-Kopf mit dem DGB

LEIPZIG: Revolutionäre 1.Mai – Demonstration um 15 Uhr auf dem Südplatz

Das war der „Tag der Begegnung“ am 23. April 2022 in Torgau

Vor 77 Jahren, am 25. April 1945, reichten sich US-amerikanische Soldaten und sowjetische Rotarmisten bei Torgau die Hand. Der Sieg über das faschistische Deutschland war nah und bald sollte der Krieg beendet sein. Zu diesem historischen Anlass zogen wir heute gemeinsam mit GenossInnen aus unserem Landesverband sowie über 300 weiteren AntifaschistInnen und AntimilitaristInnen durch Torgau.

In diesem Jahr stand die Friedensveranstaltung ganz im Zeichen des Krieges in der Ukraine. Als sozialistische Arbeiterjugend stellen wir uns klar gegen den massiven Kriegs- und Aufrüstungskurs der sogenannten „Fortschrittskoalition“ von FDP, SPD und Grünen.
Die aktuelle Situation wird von der Bundesregierung schamlos ausgenutzt, um die Bundeswehr mit einem einmaligen Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden € aufzurüsten. Zusätzlich soll der jährliche Militäretat auf 71,2 Milliarden € (2% des BIP) steigen.
Aufrüstung ist niemals im Interesse der lernenden und Arbeitenden Jugend.

Heute ist es wichtiger denn je, sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen und gegen Aufrüstung und rassistische Hetze auf die Straßen zu gehen. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn ArbeiterInnen in imperialistischen Kriegen für die Interessen der Banken und Konzerne verheizt werden!

Ostermärsche in Sachsen

Es zeigt sich immer wieder: Wir müssen Frieden neu denken – umfassend, global, sozial, ökologisch, gerecht und nachhaltig. Wir sind uns sicher: Nicht ein Gegeneinander schafft Sicherheit! Für Sicherheit und umfassenden Frieden braucht es ziviles Engagement und ein fruchtbares Zusammenwirken zum gemeinsamen Nutzen. Wir brauchen eine neue Politik der vertrauensbildenden Maßnahmen, die zu Entspannung und Abrüstung führt. Wichtig bleiben der kulturelle Austausch, die Städtepartnerschaften und Begegnungen, auch mit den Menschen der Ukraine, Belarus und Russland.

Aus diesem Grund haben sich Genossinnen und Genossen der DKP an einigen Ostermärschen in Sachsen beteiligt.

Wichtig war es uns mit unseren friedenspolitischen Forderungen in die Diskussion zu gehen:

100 Milliarden Euro für zivile Hilfe, Gesundheit, Bildung & Soziales statt weiterer Aufrüstung

Rückzug aller Truppen (der russischen Truppen aus der Ukraine, der ukrainischen aus dem Donbass und die der NATO aus Osteuropa)

Deutschland raus aus der NATO

Ostermarsch in Chemnitz
Ostermarsch in Chemnitz
Ostermarsch in Leipzig
Ostermarsch in Dresden
Ostermarsch in Dresden mit der SDAJ

Thälmann-Gedenken 2022 in Sachsen

Gedenken und Ehrung in Rochlitz
Kundgebung des Kommunistischen Aktionsbündnisses in Dresden an der Thälmann-Büste
Blumen am Thälmann-Denkmal in Torgau
Ehrung von Ernst Thälmann in Leipzig

Nachfolgend dokumentieren wir einen Redebeitrag, welcher in Dresden gehalten wurde.

 

Liebe Freunde, Thälmannfreunde, Genossinnen und Genossen,

zum wiederholten Male stehen wir zusammen an dieser Gedenkstätte und ehren Ernst Thälmann, der am 18. August 1944 nach über elfjähriger Kerkerhaft in Buchenwald hinterrücks feige von den Hitlerfaschisten ermordet wurde. Genossen! Es ist höchste Zeit, auch in seinem Sinne zu handeln und uns noch enger zusammenzuschließen.

Theorie und Erfahrung lehren uns:

➔ Das Vermächtnis Ernst Thälmanns und seiner Genossen ist ohne ein Bündnis der Kommunisten und Sozialisten als Voraussetzung für ein einheitliches, koordiniertes und zielgerichtetes Handeln nicht zu erfüllen.

➔ Der Kampf gegen das Kapital ist ohne ein breites Bündnis aller fortschrittlichen Menschen nicht erfolgreich zu führen.

➔ Ohne die Geschlossenheit der Arbeiterklasse im Bündnis mit allen anderen ausgebeuteten und unterdrückten Klassen und Schichten ist der Aufbau einer menschenwürdigen Gesellschaft nicht möglich. Dies beweist das unerschütterliche sozialistische Cuba.

Nicht allein über die Parlamente, sondern vor allem durch den Druck auf der Straße in den verschiedensten Formen des antimonopolistischen Kampfes, und hier in erster Linie im Kampf gegen die imperialistischen Kriege der NATO, können Erfolge in diesem Kampf erzielt werden. Der einzige Weg, um einen erneuten Faschismus zu verhindern, sind die antimonopolistischen Kämpfe aller ausgebeuteten und unterdrückten Menschen. Und bis dahin ist es noch weit, sehr weit. Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun heißt es in der Internationale. Und diese Aussage ist heute, in einer Welt, in der die Konterrevolution den real existierenden Sozialismus in Europa zerstören konnte, genau so aktuell wie zur Zeit der Pariser Kommune. Wir können den Kampf für eine gerechtere Welt nicht den bürgerlichen Parlamenten überlassen, denn diese haben die Funktion, das Ausbeutungssystem in jeglicher Hinsicht zu erhalten. Die gegenwärtig Herrschenden in der BRD sind die Nachkommen der Täter von Buchenwald!

Wir leben im Land der Täter, der BRD, die von Nazis unter der Schirmherrschaft der Westalliierten gegründet wurde.

Der Beweis dafür ist brandaktuell:

➔ Die herrschenden Kräfte in der BRD entlarven sich selbst als Bündnispartner der Bandera-Faschisten in der Ukraine und dies vor allem durch verstärkte Waffenlieferungen.

➔ Sie entlarven sich als Mittäter des 8 Jahre dauernden verabscheuungswürdigen Krieges und des Völkermords an den Bewohnern des Donbass und allen russischsprechenden Ukrainern.

➔ Sie entlarven sich als Bündnispartner von Mördern und Verbrechern und das nicht erst seit der Militäroperation der russischen Armee, sondern seit dem faschistischen Maidan-Putsch von 2014.

➔ Sie entlarvten sich auch als die Befürworter aller NATO-Kriege von Anfang an.

Denken wir an den Krieg gegen Jugoslawien, an dem die Bundeswehr direkt beteiligt war. Drei Monate bombardierten die NATO-Truppen Belgrad und andere Orte. 1999 in Belgrad wurden ich wie auch meine Gefährten der deutschen Friedenskarawane von deutschen Journalisten in den Räumen des Roten Kreuzes als „Verbrecher“ während einer Pressekonferenz nieder geschrien , als Unterstützer des „Miloševic – Mörders“ verleumdet.

Denken wir an den Krieg in Afghanistan und an die Unterstützung der Kriege gegen Libyen und Syrien sowie an die Unterstützung der Kriegspolitik Israels gegen das palästinensische und andere Völker des Nahen Ostens.

Der beste Beweis ist doch, dass die nicht vom Volk gewählten Richter in der BRD, in allen Bundesländern, darüber entscheiden, ob Faschisten auf Plätzen und Straßen frech und unverhohlen auftreten können oder nicht. Grundlegende Veränderungen stehen objektiv an, aber leider sind die Menschen mehrheitlich noch nicht bereit und entschlossen, die menschenfeindlichen Verhältnisse zu ändern.

Nur, Genossen, ein Danach – nach einem 3. Weltkrieg, vor dem uns gerade jetzt die russische Armee hoffentlich bewahren kann, gibt es nicht. Die Thälmannfreunde müssen es lauter und unerbittlicher verkünden: Wacht endlich auf, Verdammte dieser Erde! Sonst gibt es kein Erwachen mehr! Die Toten mahnen uns! Die Lebenden fordern uns, schon jetzt! Keinen Fußbreit den Faschisten!

Ganz gleich, wo sie sich zeigen. Wir müssen darauf bestehen: für eine breite Aktionseinheit ohne WENN und ABER – ganz im Sinne von Ernst Thälmann! Wir sind für ein gemeinsames Handeln aller gesellschaftlichen Friedenskräfte, aller Antiimperialisten und aller Antifaschisten; auch unterschiedlicher Motivation und religiöser Bekenntnisse.

Es ist für uns unerträglich, dass im ehemaligen KZ,, Buchenwald, an einer Stelle, wo viele sowjetische Häftlinge gequält und ermordet wurden, an einem Ort, wo vor allem Kriegsgefangene aus den Reihen der Roten Armee an führender Stelle im Illegalen Lagerkomitee die Selbstbefreiung Buchenwalds vorbereiteten, Vertreter der Russischen Föderation und Belorusslands vom Gedenkstättenleiter Wagner als unerwünschte Personen bezeichnet wurden.

Auch wir protestieren gegen diesen Akt und stellen uns auf die Seite unserer Genossen von der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation und an die Seite der russischen Veteranen und Kriegskinder, welche angesichts der russischen Militäroperation in der Ukraine eine Botschaft an das deutsche Volk und die deutsche Regierung sandten. Die Mainstreammedien der Bundesrepublik hielten es nicht für nötig, diese Botschaft den deutschen Bürgern zu übermitteln. Und wir stehen an der Seite der Ukrainer, die sich den Faschisten entgegenstellten und entgegenstellen und eine entmilitarisierte, antifaschistische blockfreie entmilitarisierte Ukraine fordern.

Ich möchte mich zum Aufruf, die Aktionseinheit der Arbeiterklasse im Kampf gegen den wiedererstarkenden Faschismus als eine Bedingung für den erfolgreichen Kampf der Friedensbewegung herzustellen, äußern:

Seit der konterrevolutionären Zerschlagung der DDR habe ich – auch inspiriert von Irma Gabel-Thälmann – mich 30 Jahre unter den bekannten Bedingungen dafür eingesetzt und war an der Organisierung und Durchführung von vier Konferenzen von Kommunisten beteiligt. Ungezählte Beratungen und Gespräche wurden geführt – zu Ziel und die Notwendigkeit, über die Klärung unterschiedlicher ideologischer Fragen, zu Programm und Statuten, um zum Ziel der Vereinigung in einer kommunistischen Partei zu kommen.

Die Notwendigkeit wurde allseits betont, aber praktische Schritte scheiterten an nicht vorhandener Bereitschaft, eigene Auffassungen zu überprüfen. Das Kommunistische Aktionsbündnis Dresden (KAD) blieb eine Struktur ohne konsequente Fortführung und Verallgemeinerung in anderen Regionen.

Wir sind gescheitert und bezahlen das heute mit nicht vorhandener Führungsfähigkeit im antiimperialistischen Kampf. Wie lange noch? Wie schon ausgeführt: Die Friedensbewegung braucht uns! – nicht erst in den neuen Folterkellern und Lagern!

Ich habe meine persönliche Entscheidung getroffen und bitte euch: denkt darüber nach, die Deutsche Kommunistische Partei zu stärken. Sie ist derzeit zur Kampforganisation mit den fortgeschrittensten organisatorischen Voraussetzungen und der wirksamsten m.l. Bildungsarbeit in den Organisationsstrukturen entwickelt. Das stelle ich in Kenntnis auch zahlreicher noch zu lösender Aufgaben in der Partei fest.

Wie ausgeführt: wir haben keine weiteren Jahre zu verlieren.

Die Zerrüttung der Wirtschaftskreisläufe, der Bildung, des Gesundheitswesens … durch die Rüstungs- und Kriegswirtschaft und wilde vom Hass diktierte imperialistische Embargopolitik wird in absehbarer Zeit weltweiter Hunger Revolten auslösen, wie wir sie uns noch nicht vorstellen können, Massenarbeitslosigkeit hervorbringen, die nicht mehr mit Almosen auf kapitalistische Weise bedient werden kann. Wir müssen das Ziel unserer politischen Arbeit im Auge haben: erst die erfolgreiche sozialistische Revolution wird den Weg zur Lösung der großen Probleme der Menschheit lösen. Dafür muss das Bewusstsein der unteren arbeitenden Klassen und Schichten entwickelt werden.

Wir brauchen nicht nur den Mut, auf die Straße zu gehen. Der Existenzkampf, braucht die Tat. Deshalb lasst uns die Erkenntnis in die Öffentlichkeit tragen

„Es rettet uns kein höh`res Wesen…“

Halten wir noch initiativreicher zusammen.

Rot Front!“

Gedenken an Ernst Thälmann 16.04.2022 in Berlin

REDE VON LIANE KILINC AM 16.04.22 IN BERLIN ZUM GEDENKEN THÄLMANNS

Liebe Genossen,

wenn wir uns heute hier treffen, an diesem umkämpften Denkmal hier in Pankow, um Ernst Thälmanns zu gedenken, dann kommt mir
vor allem Ziegenhals in den Sinn, die letzte Tagung des Zentralkomitees der KPD. Es gab keinen Moment, in dem die Schwierigkeit, vor der die damalige Sitzung des ZK der KPD stand, im Februar 1933, so auf der eigenen Haut nachvollziehbar waren wie heute.

Man muss nur die aktuellen Nachrichten hören, über die angeblich geplante Entführung von Karl Lauterbach, um unmittelbar an den Reichstagsbrand zu denken.

„Jetzt droht der Staatsstreich.
Jetzt droht die Vernichtung der Partei.
Jetzt sind in höchsten Grad, die entscheidende Wochen.“

Diese Sätze sagte Ernst Thälmann in seiner Rede in Ziegenhals, und schon zehn Tage später brannte der Reichstag und der
Faschismus war an der Macht.
Und wir stehen im doppelten Sinne hier, mit dem Blick auf die damaligen Ereignisse, mit dem Wunsch, das Andenken Thälmanns
zu ehren, und mit der Frage, an welchem Punkt wir stehen, und wir könnten die gleichen Sätze sagen, auch wenn die Form sich unterscheidet.

Man kann es nicht mehr leugnen – die Angriffe auf unser Erinnern, sei es über das Verschwindenlassen von Gedenktafeln, die
Kommentierung dieses Denkmals hier, die vor allem seiner Herabwürdigung dient, über die Aufforderung, es einzuschmelzen und den Erlös an die Ukraine zu spenden – das sind nichts Anderes als Manöver, um Platz zu machen für faschistisches Gedenken,
faschistische Gedanken und faschistisches Handeln.

Das Tempo der letzten Wochen war atemberaubend. Der Krieg in der Ukraine wird zum Hebel, um die Entwicklung
abzuschließen.

Dazu nur zwei Punkte:
die Kundgebung vor dem Reichstag, bei der ein junger Ukrainer singend dazu aufforderte, alle Russen zu töten, unter Beifall des deutschen Publikums, und die Tatsache, dass das Land
Niedersachsen inzwischen nicht nur den Buchstaben „Z“, sondern auch die sowjetische Fahne verbietet und unter Strafe stellt, dem
andere Bundesländer nachfolgen werden, und sich im Grunde klar abzeichnet, dass Feiern zum Tag des Sieges, sofern sie überhaupt
stattfinden dürfen, in diesem Jahr werden erkämpft werden müssen.

Wobei von heute aus schon nicht mehr möglich ist, zu sagen, was in vier Wochen noch getan werden kann, und um welchen Einsatz.
„Es wäre ein Verbrechen, irgendwelche legalistischen Illusionen in unseren Reihen zu dulden.“

Das ist ein weiterer Satz aus Thälmanns Rede. Und auch er gilt heute so sehr wie damals.
Es ist klar erkennbar, aus den Entwicklungen der letzten Monate, dass es in diesem Land verboten werden wird, die Wahrheit über
viele Dinge zu sagen.

Über den Krieg im Donbass; über den Faschismus in der Ukraine; über die Politik der NATO, ihre Aggression; es stellt sich nur noch
die Frage, wie schnell das geschieht, und wie brutal die Angriffe sein werden.
Ich weiß gut, womit man es in der Ukraine zu tun hat. Viele von euch kennen vermutlich die Videos, auf denen sich diese Nazitruppen im Einsatz zeigen
.
Und jeder kann mit eigenen Augen sehen, wie verblendet inzwischen viele sind, hier in Deutschland, und jener Gesang vor dem Reichstag zeigt klar, dass die faschistische Gesinnung bei allem mit ihm Gepäck ist, was unter „Solidarität mit der Ukraine“ läuft.

Die herrschende Bourgeoisie sucht immer mehr ihre Rettung im Faschismus, um die schlimmsten Ausplünderungsmaßnahmen
gegen die Werktätigen durchzuführen, um einen imperialistischen Raubkrieg, um den Überfall auf die Sowjetunion, die Versklavung
und Aufteilung Chinas vorzubereiten und durch alle diese Maßnahmen die Revolution zu verhindern.
Die imperialistischen Kreise suchen die ganze Last der Krise auf die Schultern der Werktätigen abzuwälzen.
Dazu brauchen sie den Faschismus.“

Dieses Zitat ist etwas jünger, es stammt aus Dimitroffs Rede vor dem VII Weltkongress der Komintern, und es passt genau auf die
heutige weltpolitische Lage, sobald man die Rollen Chinas und Russlands vertauscht.

Der Überfall auf das sozialistische China und die Versklavung und Aufteilung Russlands, das ist die genaue Beschreibung der Kriegsziele der NATO.
Die Abwälzung der Krise auf die Schultern der Werktätigen ist bereits im Gange; die Folgen der Sanktionspolitik werden dafür sorgen. Und der Faschismus, der zur Umsetzung dieser
Kriegspläne erforderlich ist, ist bereits so weit vorbereitet, dass wir uns heute zweifach in Ziegenhals wiederfinden.

Was heißt es, die sowjetische Fahne zu verbieten?
Man verbietet das Symbol für den Sieg über den Faschismus.
Man verbietet, dazu gehören die Angriffe auf die Denkmäler für Thälmann ebenso wie die auf die sowjetischen Ehrenmäler, die
Erinnerung daran, wer diesen Sieg errungen hat. Aber es gibt, wenn es um Faschismus geht, keine neutrale Position.

Man ist gegen ihn oder man ist für ihn.

Und während vor wenigen Monaten noch die deutsche Politik zumindest so tat, als wolle sie die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen und sich damit nicht offen hinter den ukrainischen Faschismus stellte, ist das mittlerweile anders.
Der EU-Außenbeauftrage Borrell twitterte jüngst sogar, „dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld gewonnen.“
Annalena Baerbock will Russland „ruinieren.“
Die Worte zeigen längst, dass es ein Krieg des Westens gegen Russland ist. Ein Krieg, der von Faschisten geführt wird.

Aber während wir auf die politischen Zustände in Deutschland blicken, auf die kärgliche Überreste einer damals, zur Zeit der
Ziegenhals-Rede, großen und stolzen kommunistischen Partei in Deutschland, sollten wir auch einen Blick auf den Rest der Welt werfen; denn was hier Niedergang ist, ist andernorts Befreiung.

Der Westen führt diesen Krieg in der Ukraine, weil er keinen Ausweg aus seiner Krise findet, und diese Krise zeigt sich auch darin, dass sein Einfluss in der Welt im Schwinden begriffen ist.
Den zweiten Weltkrieg begann der Imperialismus aus der ökonomischen Krise, aber noch in voller politischer Macht.

Er endete mit einer Niederlage nicht nur für Nazideutschland, sondern auch für das britische Empire, für den Imperialismus
insgesamt, und er brachte zwei Jahrzehnte, in denen sich Dutzende Länder, wenn auch meist nur vorübergehend, aus der kolonialen
Kontrolle befreien konnten, auch wenn er die USA als stärkste imperialistische Macht nach oben spülte.
Diesen Krieg beginnen die imperialistischen Länder abermals aus der Krise, die schon über zehn Jahre andauert, aber sie sind auch
politisch bereits geschwächt.
Das Bündnis, das wir augenblicklich sehen, dass alle imperialistischen Kernländer umfasst, ist eines, in dem gleichzeitig der eine den anderen würgt, wie die USA es mit den Sanktionen in Richtung der europäischen Konkurrenten tun.

Selbst der soziale und ökonomische Untergang ist ein Preis, der von der herrschenden Klasse im Interesse der eigenen Machterhaltung eingefordert wird.
Wenn das wahnhafte Züge annimmt, liegt das daran, dass es ein Wahn ist, dieses wirtschaftliche System und seine globalen
Machtstrukturen zu erhalten. Seine Zeit ist längst abgelaufen.
Aber es scheint bereit, die Menschheit mit sich in den Untergang zu reißen.

Auf der anderen Seite sehen wir den gewaltigen Aufstieg Chinas, das sich in drei Generationen aus einem Abgrund und Elend
erhoben hat und heute Städte aus dem Boden stampft, die für uns wie Visionen aus einem kommenden Jahrhundert scheinen.

Mit und neben China erhebt sich die Mehrheit der Weltbevölkerung von den Knien. In Afrika werden die Verkehrsverbindungen
geschaffen, die Ost und West, Nord und Süd verbinden. In Lateinamerika werden selbst von den USA installierte Marionetten
aufmüpfig und weigern sich, sich den Sanktionen anzuschließen.

Während nicht nur Deutschland, sondern fast ganz Westeuropa sich in einer Buhlschaft mit dem Faschismus in die Finsternis
begibt, geht außerhalb des kleinen Zirkels der ehemaligen Herrscher der Welt gerade die Sonne auf.

Das ist der eine große Unterschied zu damals.
Der andere: es wird keine soziale Demagogie mehr geben.

Im Gegenteil.
Das Kriegsgeschrei ertönt bereits auf voller Lautstärke, als wären wir im August 1914, weil die Herrschenden dem Volk verordnet
haben, künftig zu hungern und zu frieren.
Die Errungenschaften von Jahrzehnten werden der Erhaltung eines Rentenkapitals geopfert, das selbst nichts ist als auf Macht
bestehender Anspruch, der mit der Macht untergeht; nutzlos und blind für die Regeln seiner eigenen Entstehung.
Es wird deutlich sichtbar und tagtäglich spürbar werden, dass seine Interessen den unmittelbaren Lebensinteressen der werktätigen Menschen feindselig, ja, zerstörerisch gegenüberstehen.

Es wird sich erweisen, ob die Decke des Geschreis dick genug ist, diese einfache Wahrheit unhörbar zu machen.
Das, was sich abzeichnet, ist Klassenkampf in einer Schärfe, wie ihn Generationen hierzulande nicht erlebt haben.

Ob unter solchen Bedingungen, bei denen das Elend dem Krieg vorausgeht und ihm nicht erst folgt, die schärfste Unterdrückung
genügt, wird sich erweisen.
Es sind schwere Zeiten und heftige Stürme, auf die wir uns zubewegen, und wir tun dies in einem Zustand extremer Schwäche.

Wir müssen Kenntnisse neu erwerben, die seit Jahrzehnten nicht nötig waren, wir müssen Entscheidungen treffen und uns dabei
selbst offen in den Blick nehmen.
Seit Monaten trifft man immer wieder auf Menschen, die sich die Frage stellen: gehen oder bleiben?
Man kann sich die Standhaftigkeit eines Ernst Thälmann wünschen, aber Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist das nützlichste
Instrument. Und die einfache Frage: wo bin ich von Nutzen?
Mit dem Mut, der Kühnheit, der Besonnenheit, der Ausdauer, der Klugheit, der List, der Überzeugung, der Hoffnung, der Erkenntnis,
der Erfahrung die da ist?

Wenn die Größe dieses Denkmals seine Gegner besonders stört, sollten wir uns an ihm aufrichten.
Weil Thälmann für eines steht, für eine unerbittliche Zuversicht.
Wir werden sie brauchen.

Ich möchte mit einem Satz von Thälmann schließen, und ich habe lange darüber nachgedacht, mit welchem.
Und ich bin bei einem hängengeblieben, der euch vermutlich überraschen wird, aber der tatsächlich tragen kann, auch in der
kommenden Zeit:

„Die größten Aufgaben, die das Leben stellt, werden nicht nur durch Arbeit und Fleiß gelöst, sondern es muss eine Lust hinzukommen,
die diese Arbeit zwingend macht.“

In diesem Sinne: Rot Front!

Ostermarsch 2022 in Dresden: Nein zu Krieg und Hochrüstung

Am Ostermontag (18. April 2022) findet von 10 – 12 Uhr der Ostermarsch in Dresden statt.
Treffpunkt ist das MDR auf der Königsbrücker Str.88. Die Demonstration zieht über den Jorge-Gomondai-Platz und Wilhelm-Buck-Straße 2 zum Rathaus.
 
Die Bundesregierung hat angesichts des Krieges in der Ukraine die „Zeitenwende“ ausgerufen und ein in der Geschichte der Bundesrepublik einmaliges Kriegs- und Hochrüstungspaket auf den Weg gebracht. Ein Blick in das Weißbuch der Bundeswehr von 2016 zeigt: die Pläne lagen längst in der Schublade. Sie haben nichts mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Die Kriegsgefahr, die Gefahr eines atomaren Schlachtfelds Europa, wächst angesichts der Aggression und Aufrüstung von USA, NATO, EU und Deutschland gegen Russland und China. Die Ostermärsche müssen genutzt werden, um gemeinsam gegen die Hochrüstungspläne von USA, NATO, EU und Deutschland zu protestieren. Wir machen in diesem Land Druck auf die Bundesregierung und fordern gemeinsam mit dem Kasseler Friedensratschlag:
Keine 100 Milliarden für die Bundeswehr!
Keine Aufrüstung!
Keine Grundgesetzänderung!
 
Hier geht es zur Internetseite der Veranstalter: http://www.friedendresden.de