Der Tag der Begegnung in Torgau

Der diesjährige Torgauer Tag der Begegnung am 27. April war ein Erfolg. Der Gedenktag wurde vom Friedensbündnis Torgau organisiert und von der DKP, der SDAJ, dem Marxistischen Forum, den Freidenkern und dem Förderverein Rotfuchs, um nur einige Unterstützer zu nennen, getragen. Es ist nun schon neunundsiebzig Jahre her als eine Vorausabteilung der sich aus dem Raum Großenhain nähernden sowjetischen Streitkräfte auf eine US-amerikanischen Patrouille traf.

Zum diesjährigen Tag der Begegnung wohnten den Feierlichkeiten etwa schätzungsweise dreihundertfünfzig bis vierhundert Menschen bei. Die gute Nachricht, noch nie zuvor kam es zu spontanen Sympathiebekundungen aus vorbeifahrenden Pkw auf der Elbbrücke.

Der Demonstrationszug startete bei schönstem Sonnenschein gegen 13.00 Uhr vom „Brückenkopf“ und ging über die Elbbrücke zum Ernst-Thälmann-Denkmal. Dort gedachten die Teilnehmer dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands und seiner Ermordung am 18. August 1944 in Buchenwald durch Ansprachen und künstlerischen Vorträgen.

Am Torgauer Markt stellten verschiedene Info-Stände, wie die der KPD, der DKP und den Freidenkern Informationsmaterial zur Verfügung. Patrik Köbele, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei und Spitzenkandidat zu den Europawahlen wies in seiner Ansprache auf die sich zuspitzende Verelendung breiter Schichten der werktätigen Bevölkerung hin. Die Kosten der Kriegstreiberei werden auf die Bevölkerung abgewälzt. Patrick Köbele entlarvte die Behauptung einer „sinkenden Inflationsrate“ als Lüge der Herrschenden, weil gerade eben die Umsatzsteuer für Energie um satte zwölf Prozent erhöht wurde und dies vielen Haushalten, Alleinerziehenden, Geringverdienern und Rentnern Probleme bereitet.

Ebenso gut besucht war das schon im September 1945 fertiggestellte Denkmal der Begegnung. Kränze und Blumengebinde wurden niedergelegt, um dem Ereignis in einer würdigen Form zu gedenken. Mikhail Sukhov, Erster Sekretär der Botschaft der Russischen Föderation war gekommen, um an diesem Denkmal den Helden des Großen Vaterländischen Krieges zu gedenken, indem er einen Kranz niederlegte.

In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass der Zweite Weltkrieg sechzig Millionen Menschen das Leben kostete und das davon etwa die Hälfte Sowjetbürger waren. Es gibt in der gesamten russischen Föderation fast keine Familie die keine Opfer zu beklagen hat. Es waren die geeinten Völker der Sowjetunion, die Rote Armee, die die Hauptlast an der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus trug. Es waren alle Völker, Ukrainer, Kasachen, Georgier und Russen gleichermaßen an der Befreiung beteiligt.  

Diese Ansprache ging zu Herzen. Anläßlich Mikhail Sukhov’s Rede wurde dann noch der „Brief an die russische Bevölkerung“ von Christiane Reymann verlesen. Dieser offener Brief schildert die große Dankbarkeit für das Vertrauen, welches der Völker der Sowjetunion den Deutschen entgegenbrachte in dem sie bereit waren freundschaftliche und gutnachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen. Schluß mit den Waffenlieferungen in die Ukraine, diplomatische Initiativen, Stopp der Dämonisierung Rußlands. Deutschland soll friedenstüchtig anstatt kriegstüchtig sein. Erstunterzeichner übrigens sind Prof. Dr. Paech, Prof. Dr. Ruf, Prof. Dr. Krone-Schmalz und viele Andere; zum Beispiel Andrej Hunko, Bundestagsmitglied.   

Bleibt nur hin zu zufügen, friedliche Koexistenz, Frieden und Völkerfreundschaft sind und waren schon immer ein Kernanliegen der Kommunistischen- und Arbeiterparteien.

Kriege, Kriegsertüchtigung, Waffen, Bomber und anderes Teufelszeug, weg damit! Die Arbeiter und Bauern – die ehrlich und hart arbeitende Bevölkerung, brauchen das nicht.
Gebt Eure Stimme der DKP.


Rainer Hesse
Volkskorrespondent
Mitglied der DKP Dresden

Kleine Weiße Friedenstaube, fliege übers Land;

Allen sag es hier, dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir (Erika Schirmer)

Der diesjährige Tag der Begegnung am 22. April in Torgau, anlässlich des Zusammentreffens von Vorausabteilungen der Roten Armee und U.S. amerikanischer Soldaten, war ein voller Erfolg.

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch“. Wir Kommunisten und alle friedliebenden Menschen stehen in der Pflicht unseren Beitrag für „den aufhaltsamen Aufstieg des Arturo Ui“ (Berthold Brecht) zu leisten. Das gelingt uns immer besser. Denn, die hässliche Fratze des Faschismus ist wieder da. In der Ukraine. Auch hier steuern wir wieder auf Totalitarismus hin. Menschen sterben, jeden Tag werden es mehr. Europa ist Kriegspartei. U.S.A. und Europa liefern immer mehr Waffen.

Getragen von der DKP, der SDAJ, dem VVN-BdA, dem RFB, dem Rotfuchs, den Freidenkern und Marxistisches Forum, gedachten, laut Schätzungen des Torgauer Ordnungsamtes, über 600 Menschen diesem historischen Tag. Sie kamen aus vielen Orten zum Beispiel aus Aue, Berlin, Dresden, Leipzig oder Nürnberg.

Es waren Menschen unter uns die nirgendwo politisch organsiert waren und sich für unseren Umzug entscheiden hatten. Das lässt Hoffnung aufkommen. Und so sahen wir wie sich ein beeindruckendes Meer roter Fahnen vom Brückenkopf (Ostufer) aus über die Elbbrücke durch die Innenstadt bis zum Ehrenmal an der Elbe bewegte.

Am Thälmanndenkmal sprach Albrecht Geißler vom RFB und auf dem Marktplatz ergriffen unter anderen Dieter Dehm (Linke) und Rainer Perschewski vom DKP Bundesvorstand, das Wort. Eine Abordnung der ehemaligen Grenztruppen der DDR wohnte dem Ereignis ebenso bei. Die Genossen sind immer herzlich willkommen. In bewegender Weise wurde eine Grußbotschaft von Liane Killinc vom Verein Friedensbrücke verlesen. Liane Killinc ist im Exil.

Zahlreiche abgelegte Blumengebinde am Gedenkstein ehrten den bis heute unvergessenen Kommunisten Ernst Thälmann. Dem Ereignis, dem Zusammentreffen sowjetischer und amerikanischer Soldaten, dem symbolischen Handschlag vor 78 Jahren wurde durch das Ablegen zahlreicher Blumengebinde und aufstellen von Pflanzschalen in würdiger Form gedacht. Gedenken wir der Worte von Avraam Miletzkij, Hauptmann der Roten Armee und Architekt des Denkmals der Begegnung in Torgau „Möge das Denkmal an die unbesiegbare Kraft der Völker erinnern, die sie im Kampf gegen die Barbarei vereint hat“. Er entstammte einer 70 köpfigen jüdischen Familie aus Kiew von der nur ein Onkel überlebt hat.

Angenehm fällt auf, es gibt keine Berührungsängste zwischen Torgauern und Kommunisten.

An dieser Stelle unser großer Respekt und unsere Hochachtung den fleißigen und unermüdlichen Genossen Elke und Gerd Brucks aus Torgau die, wie jedes Jahr, für die Organisation, Durchführung und dem reibungslosen Ablauf sorgten. Das, von der Verpflegung bis zum Abbau und der Beräumung von Technik und Trageelementen. 

Wir haben es sogar bis ins Fernsehen geschafft. Dem Ersten, nein, nicht ARD, das Erste Programm des russischen Fernsehens! Was will man mehr? Also dann, am 27. April 2024 gedenken wir diesem geschichtsträchtigen Ereignis wieder.

 

Rainer Hesse

Volkskorrespondent

DKP Sachsen

Das war der Tag der Begegnung in Torgau

Dem Elbe Tag gedenken, heißt NATO abschaffen!

Am 22. April beteiligten sich Genossinnen und Genossen der DKP Sachsen an der Friedensdemonstration in Torgau.
Mit ungefähr 500 Demonstrierenden war die Veranstaltung deutlich größer als im letzten Jahr. Die Wochenzeitung „Unsere Zeit“ berichtet: https://www.unsere-zeit.de/fuer-den-frieden-ueber-die-elbe-4779382/

Wir beteiligten uns mit folgenden Forderungen:

  • Frieden mit Russland und China
  • keine Waffenlieferungen in die Ukraine
  • Beendigung aller Sanktionen

Von der Veranstaltung wurde außerdem ein Video gemacht.